Minimal invasive Implantat 3D-Navigationschirurgie

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Bei der Visualisierung einer Implantatoperation mittels 3D-Navigationschirurgie ohne Aufklappung des Zahnfleisches "sieht" der Chirurg dennoch den Knochen sowie in Echtzeit die jeweilige Position des Bohrers. Dadurch wird es möglich während der Operation gleichsam einen „gläsernen Patienten“ zu schaffen, mit bisher nicht gekannter Präzision können die Implantate ohne Schleimhautschnitt oder Naht gesetzt werden.
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1995 weltweit erste Operation in Österreich

Das weltweit erste Navigationssystem wurde von Dr. Michael Truppe entwickelt und 1995 von der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (Vorstand Prof. Ewers) in Wien vorgestellt.

Modernste Operationsmethode

Minimal invasiver Eingriff durch
frameless and flapless minimal invasive surgery

Der Begriff "frameless" kommt aus der computerunterstützten Neurochirurgie und bedeutet dass das Instrument durch 3D Sensoren mit höchster Präzision navigiert wird. In der Neurochirurgie wo es um das Leben eines Patienten gehen kann ist dies mittlerweile weltweit Standard. Bei uns kommt diese Methode erstmals auch in der Implantatnavigation zum Einsatz.

Erstmals auch ist es durch die 3D Navigation möglich das Implantat durch die Schleimhaut zu stanzen, dies wird als "flapless" Operation (Operation ohne Schleimhautschnitt, mit Stanze) bezeichnet. Ohne Navigation wäre der Chirurg "blind" da er ja den Knochen unter der Schleimhaut nicht sieht (siehe Zitat "flapless implant placement is a generally "blind" surgical technique" aus Campelo, L. D., and J. R. Camara. "Flapless Implant Surgery: A 10-Year Clinical Retrospective Analysis." Int J Oral Maxillofac Implants 17, no. 2 (2002): 271-6). Daher hat sich die "flapless" Implantatchirurgie wegen unzureichender Sicherheit für den Patienten bis jetzt nicht allgemein durchgesetzt.

Erst das Verfahren des Karl Landsteiner Instituts für Biotelematik, die Kombination von 3D Navigation mit minimal invasiver Operationstechnik ("flapless", mit Stanze) gibt dem Patienten die Sicherheit einer Implantatpositionierung mit höchster Genauigkeit, ohne die Schleimhaut aufklappen zu müssen. In der Neurochirurgie ist die minimal invasive computergestützte Navigation heute bereits als "Gold Standard" etabliert.

Die technischen Grundlagen der Navigation sind ähnlich der GPS Navigation. Während in Fahrzeugen bei den weitverbreiteten GPS-Systemen über Satelliten laufend die aktuelle Position ermittelt und in einer digitalisierten geographischen Landkarte dargestellt wird, übernehmen bei chirurgischen Anwendungen sogenannte „Digitizer“ die Erfassung der Positionen von OP-Instrumenten und Patient. Die Positionsdaten werden mit präzisen anatomischen Modellen, die der Computer aus CT-, MR- oder Röntgenaufnahmen errechnet hat, kombiniert. Dadurch wird es möglich, während der Operation (und bereits während der Planung des Eingriffes) gleichsam einen „gläsernen Patienten“ zu schaffen.

Der Einsatz der computerunterstützten Navigation ist ein Meilenstein in der Medizin denn diese Technologie steigert nicht nur die Präzision und Sicherheit des Eingriffs. Auch die Simulation der Implantatoperation gewinnt enorm an Qualität. Die übersichtlichen 3D-Darstellungen im Computer erlauben eine gründliche Analyse der anatomischen Situation, insbesondere der verfügbaren Knochensubstanz. Unmittelbar nach Abschluss der Planung kann mit der Operation begonnen werden.

In zahlreichen Publikationen in internationalen wissenschaftlichen medizinischen Journalen wurde die Präzision und die Überlegenheit zu herkömmlichen Operationsmethoden nachgewiesen.

Literatur
Basic research and 12 years of clinical experience in computer-assisted navigation technology: a review. Int J Oral Maxillofac Surg 34, 1-8 (2005).
Computer-aided navigation in dental implantology: 7 years of clinical experience. J Oral Maxillofac Surg 62, 329-34 (2004).